Pfarrer Thomas Dietz: "Die Kirchen selbst sind für die Impfung in die Propaganda gegangen."
Ruhestandspfarrer Thomas Dietz in einem berührenden Gespräch mit Johannes Clasen über eine Zeit, die ihn bis heute bewegt.In einem eindrücklichen Gespräch äußert sich der evangelische Ruhestandspfarrer Thomas Dietz kritisch zur Rolle der Kirchen während der Corona-Pandemie. Besonders die Schließung von Kirchen, das Ausbleiben innerkirchlicher Debatten sowie die zunehmende gesellschaftliche Spaltung durch die Impfpolitik hätten ihn nachhaltig geprägt.
Dietz, der viele Jahre als Gemeindepfarrer in der Uckermark tätig war, entschied sich bewusst dafür, seine Kirche auch in Zeiten strenger Einschränkungen offen zu halten. Sein Anliegen: einen Raum für Gespräche, Zweifel und unterschiedliche Perspektiven zu schaffen. „Wie erfolgt jetzt Gemeindearbeit, wie steht Kirche, wo können wir den Menschen helfen?“ – diese Fragen hätten ihn zu Beginn der Pandemie besonders beschäftigt.
Mit großer Irritation blickt er auf die damaligen Entscheidungen der Kirchenleitungen zurück. Dass Gottesdienste – selbst zu Ostern 2020 – ausfielen, sei für ihn ein historisch einmaliger Vorgang gewesen. Noch schwerer wiege jedoch, dass kritische Stimmen innerhalb der Kirche kaum Gehör gefunden hätten. Offene Briefe an politische und kirchliche Verantwortliche blieben weitgehend unbeantwortet.
Aus der Erfahrung wachsender Unsicherheit und Gesprächsbedarfs in seiner Gemeinde entstand Anfang 2021 das sogenannte „Malchower Format“ – eine Vortragsreihe, die Menschen die Möglichkeit bot, sich zu informieren und auszutauschen. Die Veranstaltungen entwickelten sich rasch zu einem überregional beachteten Diskussionsforum. Viele Besucher berichteten, dort erstmals offen über ihre Sorgen und Erfahrungen sprechen zu können.
Besonders kritisch bewertet Dietz rückblickend die Rolle der Kirchen im Zusammenhang mit der Impfkampagne. „Die Kirchen selbst sind für die Impfung in die Propaganda gegangen“, so seine Einschätzung. Maßnahmen wie Zugangsbeschränkungen für Ungeimpfte hätten aus seiner Sicht zur Spaltung beigetragen und langjährige Gemeindemitglieder entfremdet.
In seiner eigenen Gemeinde hingegen habe er bewusst auf Druck und Kontrolle verzichtet. Unterschiedliche Haltungen seien respektiert worden, wodurch ein friedliches Miteinander erhalten blieb.
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit wurde im Laufe der Zeit der Austausch mit Menschen, die von möglichen Impfnebenwirkungen berichten. Viele Betroffene hätten in den Veranstaltungen erstmals einen Raum gefunden, ihre Erfahrungen zu teilen. Für Dietz ist dies ein Hinweis auf einen weiterhin bestehenden gesellschaftlichen Gesprächsbedarf.
Auch Jahre nach Beginn der Pandemie vermisst der Theologe eine umfassende Aufarbeitung – sowohl innerhalb der Kirche als auch auf gesellschaftlicher Ebene. Die Kirche hätte aus seiner Sicht eine stärkere Rolle als Ort des offenen Diskurses einnehmen müssen.
Obwohl inzwischen im Ruhestand, führt Dietz das „Malchower Format“ weiter. Veranstaltungen sind bis Sommer 2026 geplant. Für viele Menschen bleibt seine Kirche damit ein Ort des Zuhörens, des Austauschs und der gegenseitigen Ermutigung.
Das Interview ist unter folgenden Links zu finden:
Die Kirchen selbst sind für die Impfung in die …
youtube.com/watch?v=auF9tKx6Tfs
"Die Kirchen selbst sind für die Impfung in die …
rumble.com/…nd-fr-die-impfung-in-die-propaganda- …
Auf der Webseite der MWGFD ist außerdem ein zusammenfassender Artikel mit wörtlichen Zitaten zu Ihrer freien Verfügung erschienen:
Pfarrer Thomas Dietz: "Die Kirchen selbst sind …