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Bischof Varden belastet durch therapeutische Kultur

Die - für ihn - immerwährende Frage, warum wir leiden, lässt keine einfachen Antworten zu, sagte Bischof Erik Varden von Trondheim, Norwegen, in einem psychologisch dichten Vortrag in Madrid, Spanien, am 9. Januar 2026, in der Aula Magna der Universidad CEU San Pablo laut OmnesMag.com.

Die Bischofsweihe von Bischof Varden im Jahr 2020 wurde verschoben, weil ihm eine Auszeit gewährt wurde, um sich von seiner Erschöpfung zu erholen.

Religion oder Lebensberatung?

Bischof Varden ist der Ansicht, dass Schmerz "zum menschlichen Dasein gehört und nicht durch rationale Argumente aufgelöst werden kann."

Der christliche Glaube versucht nicht, Leiden zu rechtfertigen oder so zu tun, als gäbe es sie nicht. Stattdessen stellt er das Leiden mit Ehrfurcht vor Gott und erkennt seine Schwere an, ohne es zu verabsolutieren.

Der zentrale Gedanke von Monsignore Varden ist, dass die Menschheit verwundet ist, aber nicht durch ihre Wunden definiert wird. "Der Zustand des Menschen", sagte er, "ist ein schmerzhafter Zustand, aber kein endgültiger.

Viktimismus ist eine Sackgasse

Das Leiden mag das Leben bedingen, aber es erschöpft nicht seinen Sinn oder schafft die Freiheit ab, sagte Bischof Varden. Das Kreuz, fügte er hinzu, ist kein Symbol für passive Resignation, sondern "ein Ort radikaler innerer Freiheit".

Indem Christus das Leiden auf sich nimmt, ohne den Willen des Vaters aufzugeben, zeigt er, dass selbst unter Umständen, die den Menschen zu lähmen scheinen, "eine freie und vollkommen menschliche Antwort möglich bleibt".

Bischof Varden betonte, dass der christliche Glaube nicht die Heilung jeder Wunde verspricht oder ein Happy End gemäß den menschlichen Erwartungen garantiert: "Manche Brüche bleiben bestehen, aber sie sind nicht außerhalb der Reichweite der Gnade."

Das Christentum verkündet nicht nur einen allmächtigen Gott, der das Leiden unterdrückt, sondern "einen Gott, der es teilt, es erträgt und es in eine Quelle der Heilung verwandelt."

Christus: "Ihr werdet bei der Auferstehung der Gerechten entschädigt werden"

Bischof Varden behauptete, die Erlösung sei nicht nur ein zukünftiges Versprechen: "Sie ist ein reales Ereignis, das sich bereits vollzogen hat und dessen Früchte sich allmählich in der Zeit entfalten."

Den Schmerz Gott anzuvertrauen - das, was nicht verstanden oder gelöst werden kann, zu übergeben - kann einen "Weg der Heilung" eröffnen, der oft langsam und leise, aber dennoch real ist.

Der Bischof selbst versicherte, dass er gesehen hat, "wie tiefe Wunden, die auf diese Weise gelebt werden, zu unerwarteten Quellen des Guten werden."

Bild: Erik Varden © wikipedia, CC BY-SA, AI-Übersetzung
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Salzburger

Leider falsch: Unsere Historizität bedeutet, daß die Menschheit verwundet und in sich unheilbar ist.
Chr. heißt, diesen trivial-sinnlosen Schmerz zu veredeln, indem wir ihn in IHM wi(e)dererkennen.
Das barocke Rom bestand zu 1 Drittel aus Klerikern, zu 1 aus Bettlern; jene konnten diesen oft kein Geld geben - aber sie zumindest ins Kolosseum führen, auf daß die Bettler ihr Leid als NachFolgen der glorreichen chr. Märtyrer erlebten.