El Papa urge a los «responsables» de la guerra en Oriente Medio a un alto el fuego.
El Papa León XIV urgió este domingo a los “responsables” de la escalada bélica en Oriente Medio —sin mencionarlos directamente— a decretar un alto el fuego que permita abrir vías de diálogo.
hmtv
Papst Leo fordert Waffenstillstand im Krieg mit Iran
Papst Leo an Kriegsparteien im Nahen Osten: „Stellt die Kämpfe ein!“
Papst Leo an Kriegsparteien im Nahen Osten: …
Mit einem deutlichen Friedensappell hat sich Papst Leo XIV. am Sonntagmittag nach dem Angelus an die Kriegsparteien im Nahen Osten gewandt: „Stellt die Kämpfe ein! Beginnt wieder in Gespräche einzutreten!“ Gewalt werde „niemals zu der Gerechtigkeit, Stabilität und Friedlichkeit führen, der die Völker harren“, mahnte der Pontifex.
Seit Ende Februar herrscht im Nahen Osten Krieg, als die USA und der Staat Israel den Iran angriffen und den 86-jährigen Ajatollah Ali Chamenei töteten, das politische und religiöse Oberhaupt der Islamischen Republik. Seither schlägt der Iran zurück, und zwar nicht nur im Staat Israel, sondern auch in verschiedenen Anrainerstaaten des Persischen Golfs, in denen die USA eine Militärpräsenz haben und von wo aus der Iran-Krieg geführt wird.
Durch eine weitreichende Blockade der Straße von Hormus, einer Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, wird auch der Güterverkehr massiv eingeschränkt, was sich derzeit aufgrund der ausbleibenden Öllieferungen in zahllosen Ländern vor allem durch massiv erhöhte Spritpreise bemerkbar macht.
Auch der Libanon ist vom Krieg betroffen. Die schiitische Terrororganisation Hisbollah ist dort ansässig und schlägt mit dem Iran gegen den Staat Israel zurück. Auch der Iran wird schiitisch reagiert – nach der Tötung von Ajatollah Ali Chamenei ist dessen Sohn Modschtaba Chamenei der neue Oberste Führer des Landes.
Die Hisbollah wurde in den 1980er Jahren gegründet, um gegen die israelische Besetzung des Südlibanons vorzugehen. Hintergrund hierfür sind Konflikte zwischen der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) und dem Staat Israel, die auf die 1960er Jahre zurückgehen. Später verübten die PLO bzw. mit ihr verbundene Gruppierungen auch Terroranschläge, etwa bei den Olympischen Spielen 1972 in München.
Papst Leo erinnerte am Sonntag, „die Völker des Nahen Ostens“ litten seit zwei Wochen „unter der grausamen Gewalt des Krieges. Tausende unschuldiger Menschen sind getötet und sehr viele andere gezwungen worden, ihre Häuser zu verlassen.“
Der Pontifex bekräftigte seine „Verbundenheit im Gebet mit all jenen, die bei den Angriffen auf Schulen, Krankenhäuser und Wohngebiete Angehörige verloren haben“.
Ausdrücklich erwähnte er den Libanon. Die Lage dort gebe „Anlass zu großer Sorge“. So wünsche er sich „Wege des Dialogs, die die Verantwortlichen des Landes dabei unterstützen, für die gegenwärtige schwere Krise dauerhafte Lösungen zum Wohl aller Libanesen umzusetzen“.
Im Libanon bilden maronitische Katholiken sowie schiitische und sunnitische Anhänger des Islam jeweils rund ein Viertel der Gesellschaft, während sich das letzte Viertel aus verschiedenen anderen Religionen zusammensetzt. Dieser religiöse Pluralismus findet in verfassungsrechtlichen Vorgaben seinen Niederschlag: Das Staatsoberhaupt muss maronitisch sein, der Parlamentspräsident schiitische und der Regierungschef sunnitisch. Der Oberbefehlshaber des libanesischen Militärs wiederum ist immer ein Christ.