Die Bischofsweihen von Écône 1988 – Hintergrund und theologische Rechtfertigung
11 April 2026 Quelle: Distrikt Deutschland Am 30. Juni 1988 vollzog Erzbischof Marcel Lefebvre eine Handlung, die die katholische Welt in Aufruhr versetzte: Er weihte vier Männer zu Bischöfen – ohne die Erlaubnis des Papstes. Dieser Schritt war in der Geschichte der katholischen Kirche ohne wirkliches Vorbild und löste heftige Debatten aus. Lefebvre selbst begründete ihn mit der seiner Ansicht nach völlig außergewöhnlichen Lage, in der sich die Kirche zu dieser Zeit befand. Der Vorwurf des Schismas Der schwerste Vorwurf, der gegen diese Weihen erhoben wurde, lautete: Es handle sich um einen schismatischen Akt, also um eine bewusste Abspaltung von der Einheit der katholischen Kirche. Besonders die Priesterbruderschaft St. Petrus – eine Gemeinschaft, die sich ebenfalls der traditionellen lateinischen Messe verbunden fühlt, aber im vollen Gehorsam gegenüber Rom steht – veröffentlichte eine eigene Broschüre, in der sie versuchte, diesen Vorwurf theologisch zu begründen. Pater Gérard Mura …