Alexandra Linder: „Deutschland steigt ab“
„Wichtige Fragen werden nicht gestellt, über Probleme wird nicht gesprochen“, kritisierte Linder: So betrage die sogenannte „Baby-take-home“-Rate bei künstlichen Befruchtung nach wie vor um die 20 Prozent. Zugleich sei die Fehlbildungsrate höher als bei einer natürlichen Zeugung, was fast immer zu einer Abtreibung der Betroffenen führe. Auch bei der Präimplantationsdiagnostik (PID) fielen zahllose Kinder der Qualitätskontrolle zum Opfer oder blieben tiefgefroren, weil die „Wunscheltern“ nur ein Kind wollten. Linder: „Ein Kind, das nur lebt, weil es vor seiner Geburt die PID nicht gab, sitzt am Mittagstisch neben einem Kind, das nur lebt, weil es jetzt die PID gibt“. Linder kritisierte, dass keiner der Protagonisten, die ein Fortpflanzungsmedizingesetz wollten, über die Kinder spräche oder sich dafür interessiere, welche Folgen die Methoden für deren Psyche und ihr Aufwachsen in den Familien habe. Erforscht werden müsse auch, „was es für einen Menschen bedeutet, wenn ihm im Stadium von 8 oder 16 Zellen ein oder zwei davon entnommen werden“. Das gelte auch für die Leihmutterschaft. Bei den sogenannten „Leihmüttern“ werde der frauenverachtende Begriff der „Gebärmaschine“ in Reinform verwirklicht. Auch würden sie massiven, gesundheitlichen und teils lebensgefährlichen Risiken ausgesetzt, „unter anderem, weil die Natur das fremde Kind als Fremdkörper betrachtet“, so Linder.
Damit werde auch das Staatsziel der Inklusion der Lächerlichkeit preisgegeben. „Ein Land, das behauptet, Menschen mit Behinderungen zu schützen, zu integrieren und zu respektieren, macht sich unglaubwürdig, wenn es gleichzeitig alles erlaubt, was die Geburt solcher Kinder verhindert“, so Linder. „Mit einem Fortpflanzungsmedizingesetz wird Deutschland ethisch absteigen: in die Riege menschenverachtender, gewinnorientierter Kinderproduzenten.“
www.alfa-ev.de/09112017-presse…