Diether Wendland: Was ist das eigentlich: Die Religion - Durchblicke zu einer aufbrechenden Frage, der nicht ausgewichen werden sollte - , in: Einsicht. Römisch-katholische Zeitschrift 22 (4/Oktober 1992), S. 86-108; 22 S.
Vielen Dank Herr Fastenmeier für den Artikel! 1992 verfasst, trägt er doch schon die Züge dieses Irrsinns, der uns umgibt und Prof. Wendland ist entsprechend emotional in seiner Darlegung trotz seiner stringenten Darlegung. Einige Jahre hatte ich mich an der Theologie von Josef Ratzinger orientiert - einer der wenigen tatsächlichen Theologen, musste mit zunehmendem Alter aber feststellen, dass auch er Irriges gelehrt hat. Aber immer noch besser als das, was ich an der Uni gehört hatte: Nietzsche, Drewermann, Sartre, Teilhard usw. Häresien ohne Ende: die Ausbildung der heutigen Kleriker, die sie dann in die Gemeinden getragen haben ... Bei Prof. Wendland profitiere ich von neuen Begrifflichkeiten und Perspektiven, er bringt viele Dinge auf den Punkt, die den Glaubensabfall eingeleitet und die neue Religion befördert haben: es ist die Religion des Anderen, von der Christus in Joh 8,44 spricht. Ich stimme Wendland zwar zu, wenn er ständig die Gotteserkenntnis betont, die dann - für mich der Höhepunkt des Artikels - zur Anbetung übergehen muss. Allerdings schenkt der Herr immer wieder - wie im AT schon und auch in der Urkirche - Gotteserfahrungen, von denen er etwas abwertend spricht. Sie sind nicht nötig, um glauben zu können, aber aus meiner Perspektive ist es so, dass sie für einen besonderen Auftrag in der Kirche geschenkt werden. Und das ist nur eine, auch wenn sie gerade von der anderen Seite unterwandert wird: r.k. Es ist kein Zufall, dass Ratzinger bei seiner Amtsniederlegung davon spricht, dass die Feinde der Kirche inzwischen auch massiv von innen kommen. Politik, Kirche, Wissenschaft gehen inzwischen Hand in Hand, um die Ankunft des Antichristen vorzubereiten. Und meine Uniprofessoren? Die Apk gehört eigentlich nicht in den Schriftkanon - klasse, oder. Ihre Erfahrungen mit den Tradis teile ich. Da mich keine der geistlichen Gemeinschaften oder Diözesen überzogen konnte, habe ich mich zurückgezogen: Gebet, Buße, Messopfer.
"Gebet, Buße,Messopfer..." als letzte Worte nach der Jagd, dem Hunting, durch die Kopfgeburten... Recht so! Eremo. Ruhe' am Herzen des Herrn! Dein Kopf(!) an seinen Schulter. Dein Ziel ist erreicht Mehr(!) geht ja nicht. Und du weißt es nun. Freu' Dich an der Gnade des Dreifaltigen Gottes, die das Geschenk an Dich ist.
Der Beitrag wurde damals in einer sedisvakantischen Zeitschrift publiziert, war und ist von allgemeinem Interesse, weil es um Grundsätzliches geht.
Artikel dieser Art hat die Piusbruderschaft nie hervorgebracht, weil sie ihre Gläubigen gerne im Unwissen hält, vermute ich. Selbstreflexion und Selbstvergewisserung sowie grundsätzliche Glaubensinhalte spielen leider bei den meisten Tradis keine Rolle.
Den Beitrag habe ich hier hochgeladen, weil er für viele Gtv-Leser interessant sein könnte, lesenswert ist er allemal.