P.Elia

Die „Krise“ des Valentinstags
Samstag, 14. Februar, Valentinstag

Liebe Brüder und Schwestern, Jesus, der menschgewordene Sohn Gottes, hat uns gelehrt, dass es keine größere Freude gibt, als zu lieben und geliebt zu werden. Liebe erfüllt das Leben mit Freude, gibt ihm Sinn und schenkt uns die unerschütterliche Gewissheit, dass das Leben lebenswert ist. Doch scheint diese Freude zu Beginn des dritten Jahrtausends fast aus den Herzen der Menschheit verschwunden zu sein. Daher rühren die Traurigkeit, die Angst und die Besorgnis, von denen insbesondere die jüngeren Generationen betroffen sind. Experten sprechen von der Liebesangst, die Jung und Alt heute befällt und die die epochale Beziehungskrise verursacht, die in den Forschungen und Studien von Sozialwissenschaftlern, Psychologen und Soziologen beschrieben wird. Diese Studien und Untersuchungen füllen Buchhandlungen, das Internet und die sozialen Medien. Eine Angst, die, so Experten, zum Schutz vor Schmerz entsteht und oft in vergangenen Traumata (Verlassenwerden, Verrat, toxischen Beziehungen) oder einem Mangel an sicherer Bindung in der Kindheit wurzelt; in der Angst, die Freiheit zu verlieren, zu leiden, nicht gut genug zu sein oder abgelehnt zu werden… Liebe Brüder und Schwestern, die frohe Botschaft des Evangeliums lautet genau dies: Gott, der Vater, befreit uns von aller Furcht, indem er im menschgewordenen Sohn aus sich selbst hervorkommt und durch die Verdienste seines Lebens, Leidens, Todes und seiner Auferstehung seinen Heiligen Geist in unsere Herzen ausgießt. Dieser schenkt uns die Freude, mit seiner eigenen Liebe lieben zu können. Eine grenzenlose Liebe, die weder Missverständnisse noch Enttäuschungen fürchtet, weil sie alles erschafft, alles verwandelt, alles überwindet und alles erneuert…

1K