"Die Welt erlebt einen beispiellosen Geburtensturz. In reichen wie armen Ländern brechen die Kinderzahlen ein, mit unübersehbaren Folgen.(...) In den vergangenen fünf Jahren fiel die Geburtenrate in Mexiko von 1,9 auf 1,2. Thailand kam zuletzt nur noch auf 0,76 Kinder je Frau. Kolumbien liegt bei etwa einem Kind je Frau, Iran bei rund 1,35." (...)Bolivien könnte in 90 Jahren mehrheitlich deutschsprachig sein. Rund 150.000 Mennoniten sprechen dort Plattdeutsch und bekommen schätzungsweise sieben Kinder je Frau, der Rest der Bevölkerung nur etwa 1,5. Bleiben diese Unterschiede bestehen, wären die Mennoniten vom Jahr 2116 an in der Mehrheit. „Fertilität funktioniert wie ein Zinssatz“, sagt Fernández-Villaverde. Kleine Unterschiede potenzierten sich über Generationen." (...)